Petition für neue Verkehrskonzepte und gegen Schwerlastverkehr in Wohngebieten

Seit dem letzten Wochenende ist unsere angekündigte Petition zur Zeichnung verfügbar.

Wir wollen damit Politik und Verwaltung dazu bewegen, endlich einen echten Dialog mit uns zu führen, anstatt uns nur immer gleiche Textbausteine mit der Wiederholung von längst Bekanntem oder auch gar nicht zu antworten. Wir brauchen einen echten Dialog über ein Konzept, bei dem viele Details der Ausgestaltung sich im Laufe der Diskussion erst noch ergeben werden. Der Petitionstext listet die drängendsten Fragen auf, über die gesprochen werden muss, und liefert einige Beispiele für mögliche Umsetzungen.

Wir sind der Überzeugung, dass Hinterzimmergespräche oder Treffen von einzelnen Bürgerinnen / Bürgern oder BI´s uns nicht mehr weiterbringen. Wenn jedoch alle Bürgerinitiativen eines Stadtteils und einige Tausend Bürgerinnen und Bürger zusammen unterschreiben, wird das einen anderen Stellenwert haben.

Die Petition soll auch zeigen, wie viele Menschen hinter uns stehen und unsere Forderungen unterstützen. Beim Bürgerfest 125 Jahre Wilhelmsruh haben bereits über 200 Menschen unsere Petition gezeichnet.

Stand des Vereins für nachhaltige Verkehrsentwicklung e.V. und des Arbeitskreises Verkehr beim Bürgerfest 125 Jahre Wilhelsmsruh

Jetzt sind Sie dran – unterstützen Sie unsere Arbeit, indem Sie die Petition zeichnen. Unser Ziel sind 2.700 Unterschriften. Hiermit erhalten wir dann auch Unterstützung von openpetition.org bei der Einreichung beim Petitionsausschuss.

Wir bitten Sie, uns auch dann zu unterstützen, wenn vielleicht die eine oder andere Forderung nicht Ihre Unterstützung findet. Wir sind nur am Beginn eines möglichen Gestaltungsprozesses, den wir ohne Ihre Stimme jedoch nicht beginnen können.

Im Übrigen haben Sie die Möglichkeit, auf der Petitionsseite Ihre Meinung im Sinne von „PRO“ oder auch „CONTRA“ kundzutun – wir sind gespannt, von Ihnen zu hören !

Sie können die Petition online zeichnen und gerne auch kommentieren auf

www.openpetition.de/verkehrpankow

Abzusehenderweise wird es jedoch nicht ausreichen, wenn alle Besucher/-Innen dieser Seite uns unterstützen. Bitte verbreiten Sie diese Petition daher in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, oder in Ihrem Verein oder Gruppe, z.B. durch Weiterleiten des Links www.openpetition.de/verkehrpankow. Bitte sprechen Sie alle Mitglieder Ihrer Familie oder Ihres Haushalts an, ob sie unterschreiben möchten !

Mit jeder Stimme mehr helfen Sie uns, dass unsere Arbeit am Ende zu Ergebnissen führt!

10 Gedanken zu „Petition für neue Verkehrskonzepte und gegen Schwerlastverkehr in Wohngebieten“

  1. Schulkinder müssen über ungesicherte Straßen, wo Lastwagen durchfahren mit nicht angepasster Geschwindigkeit! Keine Überwege in zu engen Straßen wo sich mit überhöhten Geschwindigkeiten die Tonner durchschieben.

  2. Vor einiger Zeit wurden in der gesamten Platanenstraße die vielen blauen Verkehrsschilder mit weißem Pfeil angebracht.
    Darüber wurde mehrfach in der Berliner Abendschau des RBB berichtet.
    Nunmehr ist die gesamte Straße auch für Schwerlast-
    transporte über 7,5t gesperrt!
    Fazit: Der zunehmende Schwerlasttransport erfolgt nun über die kleine, schmale Walhallastraße, durch das Siedlungsgebiet. Durch den unzureichenden, maroden Straßenaufbau werden die anliegenden Häuser ständig in Schwingungen versetzt.
    Wir fordern hier ebenfalls eine sofortige Begrenzung der Schwertransporte auf 7,5t, da sonst die Gebäudesubstanz Schaden nimmt.

    1. Genau dewegen brauchen wir ein Verkehrskonzept, und keine Einzelmaßnahmen. Genauso fordern wir es, treffen bei Politik und Verwaltung aber nur auf taube Ohren.
      Der Senat ist für das übergeordnete Straßennetz zuständig (z.B. Germanenstraße), der Bezirk für die örtlichen Straßen. Es zeigt sich wieder einmal, wie hier Verkehrspolitik ohne jede Abstimmung und Sinn gemacht wird. Übrigens: wenn wir Sperrungen von Straßen für LKW fordern, wird uns immer vorgeworfen, dass damit nur der Verkehr verlagert wird. Genau das macht der Bezirk ja aber offenbar auch.
      Nur Konzepte bringen uns weiter, und eine umfassende Lösung des Problems. Dazu sind Politik und Verwaltung bislang aber nicht bereit. Daher: Petition zeichnen, Freunde/Bekannte mobilisieren, Druck machen, Flugblätter verteilen, Bürgerinitiativen gründen. Nur gemeinsam und mit der Unterstützung vieler können wir etwas bewegen.

  3. Alles richtig und gut in der Petition. Aber wenn sich jeder mal an die eigene Nase fassen würde und nicht alles über das Internet bestellen würde, wäre das auch schonmal ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Man kann nicht auf der einen Seite über den Verkehr schimpfen und auf der anderen Seite alles zu jeder zeit verfügbar haben wollen. Oder was glaubt Ihr für wen die Unmengen an Lkw’s und Lieferwagen durch die Gegend fahren??? Ich habe unterschrieben für die Petition und bin aber auch ein nicht Internetbesteller.

    1. Danke, da ist was wahres dran, hier ist es aber nur UPS, der mit großen LKWs durch Rosenthal und Wilhelmsruh kommt.
      Hauptverursacher sind aber vor allem die Müllentsorgungsfahrzeuge und deren Speditionen, die unseren aufbereiteten Müll zum Kraftwerken etc fahren, tags und nachts und auch sonntags.
      Ergo: Müll vermeiden! Es geht hierbei aber nur um Hausmüll, kein Plastik.
      Es sind Industriegebiete in Reinickendorf, deren Lkws durch unsere Wohngebiete brettern. Hier muss ein Konzept her!

  4. Irmgard Hannemann, 8.2.19, 15 Uhr: Meine Akte zur Kastanienallee beginnt mit Dokumenten von 1989! Der Neubau der Kastanienallee von Hauptstraße bis Friedrich-Engels-Str. ist zwar abgeschlossen, aber geäußerte Versprechnungen des Tiefbauamtes sind nicht erfüllt worden. Z.B. sollten kleinwüchsige Kastanienbäume (Edelkastanien), die nicht moniermottenanfällig sind, gepflanzt werden. Gepflanzt wurden wieder die gleichen Sorten (weißblühende Roßkastanien) wie gehabt. Moniermotte läßt jetzt schon grüßen. Die angelegten Grünflächen vor den Grundstücken sind städtisch geplant, werden aber nicht gepflegt und regelmäßig gemäht. Wir alten Leute (mein Mann 86 und ich 72 Jahre) müssen also von Zeit zu Zeit selbst Hand anlegen, um einen vertretbaren Anblick dieser Anlagen zu erhalten. Wie lange das möglich ist, können wir nicht einschätzen.Am wichtigsten erscheint uns jedoch der MANGEL an gesicherten Überwegen. Wir wohnen auf der Südseite und können nur unter großer Gefahr die Straße überqueren, um zu Rewe oder Apotheke zu gelangen, da es nur einen Überweg an der Schule gibt und der ist ca. 300 m entfernt von unserem Grundstück. Der
    Rückstau der Autos in der Hauptverkehrszeit ist zuweilen 400 m lang und die laufenden Motoren verpesten die Luft mit Feinstaub, NOX, CO2 u.ä. Wann erfolgt endlich ein vernünftiger Abschluß der Bauarbeiten an der Kastanienallee zw. Hauptstr. und Fr.Engels-Str.? mit einer sicheren Kreuzungsvariante!! Die Anlage dieses Teils der Kastanienallee ist wahrscheinlich als Ersatz für Avus-Rennen geplant worden, denn nur ein Dummkopf plant eine breite schnurgerade Piste für den Verkehr ohne verkehrsberuhigende Punkte auf 800 m! Zwei Crashs vor unserer Haustür im Nachtmodus mit Totalschaden der Autos beweisen, daß es so nicht weitergehen kann.

    1. Vielen Dank für Ihre Informationen. Offiziell – d.h. beim Bezirksamt – wird uns immer wieder mitgeteilt, dass der 1. Bauabschnitt der Kastanienallee von den Anwohnenden als “gelungen” beurteilt wird. Die Realität sieht offenbar anders aus. Man braucht auch nicht viel Phantasie, um zu diesem Schluss zu kommen. Wir können Ihre Punkte klar nachvollziehen. Die Anlage dieser Straße widerspricht vielen Anforderungen an eine moderne Verkehrs- und Mobilitätspolitik. Wir wollen auch nicht, dass sich diese Fehler im 2. Bauabschnitt wiederholen – jedoch ist genau das aktuell noch geplant.
      Unsere Meinung ist, dass die Kastanienallee Sammelfunktion für die umliegenden Wohngebiete hat, jedoch nicht als Autobahnzubringer für Industrie-, Schwerlastverkehr und Pendler geeignet ist. Im Rahmen eines Verkehrskonzeptes, das wir fordern, soll dies klargestellt werden.

  5. Leider bin ich erst verspätet auf die Petition gestoßen .
    Dennoch möchte ich unbedingt auf die Starke Verkehrsverdichtung auf der Buchholzer Straße hinweisen. Es gibt keine Möglichkeit für Schulkinder sicher über die Straße zu kommen. Die während der Bauarbeiten in der Blankenburgerstr. eingerichtete Fußgängerampel Buchholzer/Grumbkowstraße war seinerzeit sehr hilfreich. Der Verkehr ist eher stärker geworden, aber eine Ampel oder einen Fußgängerüberweg gibt es leider nicht mehr. Die Zahl der Schulanfänger steigt durch die vielen neuen Einfamilienhäuser in der Grumbkowstraße. Es wäre dringend für einen sicheren Übergang an dieser Stelle zu sorgen.

  6. Die Einschätzung von Frau Irmgard ist vollkommen korrekt! Nachts finden ab Beginn der Motorradsaison richtige Rennen statt. Meine ganze Unterstützung gilt der BI Kastanienallee, damit dieser “alte” Fehler nicht wiederholt wird. Aber es ist auch richtig, dass JEDER überlegen muss, wie er sich im Strassenverkehr verhält! Denn die Raserei (unabhängig von der Anzahl betrachtet) ist unglaublich – ganz offensichtlich sind ständig rücksichtslose Autofahrer männlichen und weiblichen Geschlechts unterwegs, die selbst in der Friedrich-Engels-Strasse (Pflaster wie vor 150 Jahren) die seit Jahrzehnten das bestehende Tempolimit von 30 km/h ignorieren! Ich hoffe stark, dass am 27.3.19 in der BVV dazu sich endlich zu einer Entscheidung durchgerungen wird. Denn der Neubau des 3.BA wird noch auf sich warten lassen.

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